Nachdem wir Waverley und diesen tollen Strand verlassen hatten, ging es weiter in Richtung Egmont National Park zum Mount Taranaki. Es wurde eine Schlechtwetterfront angekündigt, deshalb wollten wir auch nicht am Meer stehen bleiben. Wir machten Halt am King Edward Park in Stratford und hatten die stürmischste Nacht bisher. Das Auto wackelte hin und her und der Regen peitschte wie verrückt ans Auto. Irgendwann, als ich dann doch mal eingeschlafen war und mich genüsslich zur Seite drehte, erhaschte meine Hand etwas Nasses. Ich war von 0 auf 100. Es tropfte etwas ins Auto, wir vermuten, dass dies durch den krassen Wind und heftigen Regen geschah und irgendwo ein kleiner Riss in einem Dichtungsring ist. Toi toi toi, ist bisher nur das einzige Mal passiert. Jedenfalls kehrten wir dann auf einem Campingplatz ein, um die Sachen zu föhnen 😉 und das bei wieder herrlichem Sonnenschein. Das Wetter in Neuseeland ist echt verrückt. 😀

Am nächsten Tag (25.03.) wollten wir eine schöne Wanderung beim Mount Taranaki machen, das Wetter sollte fabelhaft sein. Also ging es früh los, wobei uns das Wetter etwas anderes verriet als angekündigt. So fuhren wir bei Nebel zum Visitor Center bei den Dawson Falls auf ungefähr 900m Höhe

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Von hier aus gingen einige Routen los. Wir erkundigten uns nach dem Wetter und der Mann empfahl uns, eher Richtung New Plymouth zu fahren, da es dort herrliches Sommerwetter sein sollte und wir lieber dort eine Tour machen sollten. Den Wasserfall besuchten wir jedoch dennoch und setzten danach unsere Reise nach New Plymouth fort.

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Schon auf dem Weg dahin lichteten sich die Wolken und wir erhaschten tolle Blicke auf den Vulkan. In New Plymouth angekommen, war Sommer, wir fuhren an einen kostenlosen Platz am Meer und genossen einen Kaffee in der Sonne mit Blick auf den Strand und machten einen schönen Spaziergang an der Küste. So schnell kann man von ekeligem Nebel- und Regenwetter zu herrlichstem Sommerwetter kommen. Verrückt.

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Wir suchten uns eine schöne 6 Stunden Route raus, die wir am nächsten Tag machen wollten. Wir kochten Eier, schmierten Brote und nahmen eine Thermoskanne Kaffee mit. Das Wetter sollte traumhaft werden. Aber leider ist ja darauf hier nicht immer Verlass, denn es wurde immer dunkler und ekliger. Wir entschieden uns daher für eine Wanderung um den Mangamahoe Lake. Gleich zu Beginn fing es zu regnen an und dann zu schütten, bis wir nach 2 Stunden klitschnass das Auto erreichten, damit eine Minute später uns ein herrlich blauer Himmel und Sonnenschein auslachten. *hihi* Die Wanderung war trotzdem sehr schön und wir genossen dann einfach noch einen schönen Kaffee bei herrlichem Sonnenschein mit Blick auf den See. 😉 Bei Sonne kann ja auch jeder wandern, nicht wahr. 😛

vorher

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nachher

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Ostern verbrachten wir auf einem schönen Campingplatz am Meer und blieben in New Plymouth.

Am 30.03. wagten wir dann einen neuen Versuch, dies sollte der beste und letzte schöne Sonnentag der Woche werden. Also ging es früh los zum North Egmont Visitor Centre, um den Maketawa Hut Round Trip zu machen. Das Wetter war toll, fast wolkenlos, und die Fahrt auf 1000m Höhe war diesmal nicht so schlimm. Der Vulkan ist faszinierend und gilt als der am perfektesten geformte Vulkankegel in Neuseeland und jaaa, es war überwältigend. Solch einen Anblick kannten wir bisher nur aus dem Fernsehen oder von Bildern. Beeindruckend und ein wenig erschreckend zugleich. Der letzte Ausbruch war 1775, aber die Vulkanologen sind sich einig, dass der Vulkan nur schläft. Die Vegetation ist jedenfalls sehr eindrucksvoll und man fühlt sich teilweise wie im Urwald. Es gibt hohe Rimu- und Kamahi-Bäume, subalpine Sträucher und Kräuter und dichten Regenwald. Der Kegel ist ganzjährig mit Schnee bedeckt…aber dieses Jahr ist alles abgetaut. Eine Einheimische erzählte uns, dass dies noch nie vorgekommen ist…soviel zum Klimawandel.

Der Legende nach ist Taranaki eng mit den Bergen im Inneren der Nordinsel verbunden. Taranaki, so heißt es, lebte einst zusammen mit den anderen Vulkanen – Tongariro, Ruapehu und Ngauruhoe – auf dem Zentralplateau. Als er begann, mit einem hübschen Hügel namens Pihanga zu flirten, wurde Tongariro eifersüchtig und brach wutentbrannt aus. Taranaki floh nach Westen und formte auf seiner Flucht den Flusslauf des Whanganui. Von den Maori der Region wird der Taranaki noch heute verehrt und sein Gipfel gilt ihnen als heilig.

Ist irgendwie eine voll schöne Legende. 😉 Der Tag war genauso schön und auch anstrengend, wir lassen einfach die Bilder für sich sprechen.

Kein Vergleich zum letzte Mal!

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Tagesausklang mit Abendessen am Meer.

Sonnenuntergang

Bis zum 03.04. sind wir in New Plymouth geblieben und danach ging es weiter in Richtung Hamilton. Auf dem Weg lagen die spektakulären Felsformationen „The Three Sisters and The Elephant“. Leider ist eine der Schwestern „zusammengefallen“ *hust*, da sie nach und nach vom Meer abgetragen werden, aber es bildet sich bereits wieder eine dritte. 😉 Die Felsformationen sind 25 Meter hoch und man kann bei Ebbe richtig heran. Davor liegt der Elefant, wirklich süß. 😀 Wir hatten auch Glück, noch direkt hinlaufen zu können, denn die Flut kam langsam wieder. Auch, wenn der Weg etwas holprig war und man aufpassen musste, keinen Stein von oben abzubekommen. 😮 Der Strand war hier rabenschwarz, ich liebe ja diesen weißen, weichen Sand, aber dieser schwarze war auch sehr interessant und vor allem auch total angenehm, barfuß drüber zu laufen.

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„kleiner“ Elefant

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Wer guckt denn da?

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two and a half sisters

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Auf dem Rückweg sahen wir einen richtig tollen Regenbogen, der hatte wirklich alle Farben, wow!

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Wir machten 2 Tage Zwischenstopp im schönen Mangaokewa Reserve, wo wir wieder eingebettet in schönster Natur an einem kleinen Flusslauf schliefen. *hach* Hier gab es auch den Riverside Walk, welchen wir am 05.04. machten.

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Schaut euch mal den Schwanz von dem Vogel an…sieht aus wie ein Fächer.

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Was wir Euch auch mal zeigen wollen, sind die Baustellen hier. Nicht nur, dass in vielen Städtchen die größeren Schüler einer Schule, sobald der Unterricht vorbei ist, die Kleineren sicher über die Zebrastreifen leiten, es gibt auch Jobs, wo 2 Personen am jeweiligen Ende einer Baustelle ein Stop and Go Schild drehen. Sie kommunizieren per Walkie Talkie miteinander und je nachdem, welche Spur gerade fahren darf und welche nicht, drehen sie das Schild…abgefahren. 😉

Baustellen

Hamilton war am 06.04. unser nächstes Ziel, wir haben keine Bilder gemacht, aber es ist eine recht nette größere Stadt. Gemein war der Diner direkt an dem Platz, wo wir schliefen…wir wussten, dass dies unseren Abendessenplan enorm gesteigert hätte, zumal wir hier noch nicht einmal richtig Essen waren *heul* und das, wo wir dies beide so lieben. Als die Dame um 15:00 Uhr das „Open“-Schild nach drinnen trug, war der Plan leider dahin verschwunden, wo es finster und kalt ist. Welcher Diner schließt denn bitte um 3? Aber wir sind ja hier in Neuseeland, also was wundert es uns noch. *kicher*

Wir haben uns auch entschlossen mal eine Weile an einem Ort zu bleiben. Also schrieben wir einige Campingplätze um Tauranga, an der Ostküste, an. Leider mit zuerst schlechtem Erfolg, der, der erschwinglich gewesen wäre, bietet zur Zeit keine Wochenraten an und die anderen kamen alle weit über 200$. Als ich dann noch bei 2 Plätzen anrief und ich den letzten schon vor dem Telefonat abgeschrieben hatte, da er zum Einen super bewertet und zum Anderen auch noch direkt am Ende einer Landzunge direkt am Meer liegt und der Preis so schon teuer ist, hatten wir dennoch Glück. Die Dame sagte mir 140$ für eine Woche. Ich wiederholte dies vorsichtshalber, da mein Englisch ja jetzt nicht das Beste ist und je näher wir an das Ziel kamen, desto unsicherer wurde ich, dass ich mich wirklich nicht verhört hatte. Wir fuhren an so schönen Häusern in einer so tollen Landschaft vorbei, bis zum Ende dieser Landzunge und dann sagte sie es wirklich, 140$ ist die weekly rate. WOW. Dann war sie noch so nett und gab uns einen Platz etwas erhöht in ruhiger Lage mit direktem Meerblick. Damit hätten wir bei dem Preis nicht gerechnet. Wir genossen gleich das erste Frühstück am Strand…mit puderzuckerweichem, weißen Sand. *herrlich* Also sind wir seit 07.04. nun erst einmal eine Weile hier in der Gegend. 😀

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Jetzt bin ich beim Ende angelangt und hoffe, dass euch die Berichte und Bilder gefallen. 🙂

Wir hoffen, dass es allen gut geht. 🙂